Jahresbericht Gruppe 1

Pädagoginnen:

  • Karin Kircher
  • Anna Klansek
  • Evita Pliessnig (Sonderkindergartenpädagogin)

Im Kindergartenjahr 2015/16 bestand die Gruppe aus 15 eingeschriebenen Kindern und drei weitere Kinder kamen im 2. Semester hinzu. Von den insgesamt 18 Kindern (10 Buben und 8 Mädchen) sprachen 10 Kinder eine andere Erstsprache. 8 Kinder werden im Herbst 2016 die Schule besuchen und 10 Kinder verbleiben in der Gruppe.

Kinder entdecken die Welt über Bewegung. Dafür benötigen sie ausreichende und vielfältige Bewegungsmöglichkeiten, die in erster Linie zur Erhaltung ihrer Bewegungsfreude, ihrer Neugierde und der Bereitschaft zur Aktivität beitragen.

In diesem Kindergartenjahr war Bewegung ein Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit. Dazu haben wir den Kindern vielfältige Bewegungserfahrungen im Raum und in der Natur ermöglicht. Die angeleiteten Angebote standen in einem ausgewogenen Verhältnis zu den eigenen Bewegungsaktivitäten der Kinder.

Zu unseren täglichen Aktivitäten zählten:

  • Angeleitete Bewegung in der Natur und bei „jedem“ Wetter (z.B. Lauf-, Kreis- und Bewegungsspiele)
  • Freies Bewegen und Spielen im Garten (z.B. Laufen, Springen, Balancieren, Fußball spielen,…)
  • Ausgängen zu diversen Zielen

Neben der täglichen Bewegung im Freien, bei der die Kinder ihre Grundbewegungsformen (Gehen, Laufen, Springen, …) erprobten, wurden zwei Mal wöchentlich angeleitete Bewegungseinheiten im Turnsaal angeboten. Ziel war es, die bereits erworbenen motorischen Fähigkeiten der Kinder über Angebote der Bewegungserziehung weiter zu entwickeln.


Bewegung ist nicht nur ein grundlegendes Bedürfnis von uns Menschen, sondern es trägt  auch maßgeblich zum Erwerb wichtiger Kompetenzen bei.

Kinder lernen über Bewegung:

  • sich selbst und ihren Körper kennen,
  • mit anderen in Kontakt zu treten und sich zu verständigen,
  • ihre eigenen Grenzen kennen und überwinden – entwickeln Vertrauen in ihre Fähigkeiten,
  • spezielle motorische Fertigkeiten (Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Koordination usw.),
  • sich mit den räumlichen und materiellen Gegebenheiten ihrer Umwelt auseinander zusetzen und gewinnen so Erkenntnisse über ihre Beschaffenheit und spezifischen Eigenschaften.

Durch die Bewegungen mit unterschiedlichen Materialen und Geräten, lernten die Kinder deren Verwendungsmöglichkeiten kennen. Sie erwarben und verbesserten auch ihre konditionellen und koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Zu den Materialien und Geräten zählten:

  • Alltagsmaterialien: Luftballone, Tücher, Kartonrollen, Bierdeckel, Zeitungspapier, usw.
  • Kleingeräte: Seile, Bälle, Reifen

Großgeräte:  Klettergerüst, Klettertau, Langbank, Sprossenbaum, Rutsche

Jede angeleitete Bewegungseinheit wurde mit einer extensiven Bewegungsphase begonnen, bei der sich die Kinder durch intensives Bewegen zur Musik bzw. durch Bewegungsspiele aufwärmten. Im Anschluss arbeiteten wir mit unterschiedlichen Materialien und Geräten zu einem bestimmten Schwerpunkt. Den Abschluss einer Bewegungseinheit bildete eine Entspannungsphase (z.B. Massage), bei der die Kinder wieder zur Ruhe kamen.

Bewegung und Lernen stehen in einem engen Zusammenhang miteinander. Kinder die sich regelmäßig und viel bewegen sind motivierter, seltener aggressiv und weisen eine gestärkte Persönlichkeit auf.

Die Bewegung aktiviert die motorischen Zentren des Gehirns, die offensichtlich eine wesentliche Rolle bei der Verarbeitung von Informationen, beim Lernen und bei der Speicherung von Inhalten spielen. Auch die Gedächtnis Forschung weist nach, dass Wörter, Zahlen und Inhalte leichter behalten werden können, wenn sie durch Gesten, rhythmische Bewegung und sprachliche Wiederholungen begleitet werden. Als Grund wird die doppelte Codierung der Lerninhalte genannt: Sie werden motorisch und kognitiv gespeichert- das führt zum schnellen und sicheren Wiederauffinden von Gedächtnisspuren im Langzeitspeicher. (vgl. Gasse/Dobbelstein 2003)

Kinder benötigen eine anregende Bewegungswelt, die ihre Selbstständigkeit und Motivation, also die Voraussetzung für ein effektives Lernen, fördert und unterstützt.